GNSS-basierte Orbit- und Schwerefeldbestimmung

Durch die Analyse der Bahnstörungen von Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn, sogenannten Low Earth Orbiters (LEOs), lassen sich Informationen über den langwelligen Anteil des zeitvariablen Schwerefeldes der Erde gewinnen. Zu diesem Zweck wird die Flugbahn des Satelliten mithilfe eines an Bord befindlichen GNSS-Empfängers (Global Navigation Satellite System) verfolgt.
Dieses Verfahren, das auch als High-Low Satellite-to-Satellite Tracking (HL-SST) bezeichnet wird, wurde bisher vor allem für wissenschaftliche Satellitenmissionen angewendet. In Kooperation mit dem Astronomisches Institut der Universität Bern (AIUB) konzentriert sich unsere Forschung aktuell vor allem darauf, das große Potenzial kommerzieller Megakonstellationen (wie die Spire-CubeSat-Konstellation) für die Schwerefeldbestimmung nutzbar zu machen.
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