Geoinformatik mit ethischem Fokus
Beim Akademieabend der Academy for Responsible Research, Teaching and Innovation (ARRTI) waren kürzlich die Mitarbeitenden des Geodätischen Instituts Prof. Dr. Martin Breunig und Dr.-Ing. Paul Vincent Kuper eingeladen, um das ARRTI Co-Teaching in den Bachelor-/Masterstudiengängen „Geodäsie und Geoinformatik“ (GuG) sowie im internationalen Master-Studiengang „Remote Sensing and Geoinformatics“ (RSGI) vorzustellen. Im letzteren sind derzeit Studierende aus elf Nationen vertreten. Initiiert hatte die Kooperation zwischen ARRTI und den GuG-Studiengängen Dr.-Ing. Michael Mayer, Beauftragter für innovative Lehre am Geodätischen Institut (GIK).
Im gelungenen Pilotprojekt wurden in Bachelor-Veranstaltungen (Seminar im 4. Semester bzw. Vorlesungen und Übungen im 3. und 5. Semester) sowie im Master-Studiengang (1. bzw. 2. Semester) erfolgreich verschiedene Co-Teachings in Pflichtveranstaltungen durchgeführt. Durch die Besuche in Lehrveranstaltungen brachte Dr. phil. Simon Derpmann von ARRTI in seinen Impulsvorträgen „Grundlagen der Geoethik“, „Geoethik und KI“ sowie „Ethical Concerns in the Use of Generative AI“ den Studierenden ethische Aspekte ihrer Studieninhalte näher. Seinen großen Einsatz dankten die Studierenden ihm mit lebhaften Diskussionen insbesondere über die ethischen Aspekte zur KI und rund um LLMs. Diese aktuelle Kooperation profitierte vom Engagement der (ehemaligen) ARRTI-Mitglieder/-Associates Prof. Dr. Michael Kühler, Dr. phil. Elisabeth Does, Dr. Giovanni Frigo und Dr. Michael Schmidt, die in früheren Semestern die Kooperation aktiv mitausgestalteten.
In seinem Vortrag im Gastdozentenhaus des KIT unterstrich Prof. Breunig die Bedeutung von ARRTI für das KIT. Es komme auf die Zusammenarbeit zwischen ARRTI und den Fachdisziplinen an, die letztere nicht allein leisten können. Die Fortführung des Co-Teachings sei unverzichtbar, um auch künftig Ethik-Aspekte in den Mittelpunkt der Lehre und des Lernens rücken zu können. Dies erfordere eine Verstetigung von ARRTI, wie er in Anwesenheit des KIT-Vizepräsidenten Forschung, Lehre und Akademische Angelegenheiten Prof. Dr. Oliver Kraft betonte.