Geodätisches Institut (GIK)

Dr.-Ing. Norbert Rösch

Lehrtätigkeit

Vermessungskunde (V+Ü)

Dieser Kurs wendet sich an vier Studiengänge (Bauingenieurwesen, Ingenieurpädagogik, Angewandte Geowissenschaften und Geophysik) und soll den Studierenden die Grundlagen der Vermessung nahe bringen. Kern der Veranstaltung bildet die Vorlesung (1 SWS), die durch praktische Übungen (1 SWS für die Studiengänge Bauingenieurwesen und Ingenieurpädagogik sowie 2 SWS AGW und Geophysik) ergänzt wird. Die Übungen habe dabei vor allem Fragestellungen der Detailvermessung zum Gegenstand. An theoretischem Wissen wird vermittelt:

  • Zweck und Organisation des Vermessungswesens
  • Abgrenzung von Erdmessung, Landesvermessung und Detailvermessung
  • Bezugsflächen, Koordinatensysteme
  • Prinzipieller Aufbau von GNSS und dessen Anwendung
  • Lage- und Höhenvermessung
  • Elementare Koordinatenrechnung

Derzeit sind die nachstehenden Übungen konzipiert:

  • Liniennivellement (alle)
  • Flächennivellemen (AGW und Geophysik)
  • Richtungsbeobachtung (alle)
  • Polare Absteckung und polare Aufnahme (alle)
  • Turmhöhenbestimmung (AGW und Geophysik)
  • Datenerfassung mit GNSS (AGW und Geophysik)
  • Aufgaben zur Koordinatenrechnung (alle)

Einführung in GIS für Studierende natur-, ingenieur- und geowissenschaftlicher Fachrichtungen (V+Ü)

In dieser Veranstaltung (2 SWS Vorlesung und 2 SWS Übungen) werden die theoretische und praktischen Grundlagen aus dem Umfeld der Geoinformationssysteme vermittelt. An diesem Kurs nehmen Studierende aus sehr unterschiedlichen Studiengänge teil. Beispielhaft seien genannt: Angewandte Geowissenschaften, Wirtschaftwissenschaften, Regionalwissenschaften, Bauingenieurwesen, Geophysik und weitere.

Ziel der Veranstaltung ist es, ein grundlegendes Verständnis für die Erfassung, Verwaltung, Präsentation und Analyse raumbezogener Daten zu vermitteln. Am Beispiel zweier Softwarepakete (ArcGIS und QGIS) wird den Studierenden im Rahmen der Übungen auch die praktische Seite von GIS nahe gebracht.

Gegenstand der Vorlesung bzw. der Übungen sind:

  • Raumbezug (Koordinatensysteme, Bezugsflächen und Koordinatenreferenzsysteme)
  • Modellierung raumbezogener Daten
  • Metadaten
  • Austausch raumbezogener Daten (z. B. Schnittstellenformate)
  • Web-Dienste (z. B. WMS)
  • Generalisierungsaspekte in GIS

GIS-Analysen / Advanced Analysis in GIS (V)

Gegenstand dieser Vorlesung (2SWS) sind die fortgeschrittenen Analysemethoden in GIS. Im Zentrum stehen dabei vor allem die statistischen Verfahren und räumliche Interpolation. Da man in GIS sehr häufig mit großen Datenmengen arbeitet bilden die Verfahren des Data-Mining einen weiteren Schwerpunkt. Dieser Kurs setzt solide theoretische und praktische Kenntnisse aus dem Bereich der raumbezogenen Anwendungen voraus. Im Detail werden behandelt

  • Räumliche Interpolation (Delaunay, Voronoi, Sibson, IDW und Kriging)
  • Analyse von Mustern (z. B. Häufung oder Dispersion)
  • Überwachte und unüberwachte Klassifizierung (z. B. DBSCAN und k-means)
  • Analyse der Verteilung räumlicher Phänomene (z. B. Nearest Neighbor, Ripley)
  • Kollokation als Sonderfall des Data-Mining
  • Klassische statistische Verfahren und deren Anwendung in GIS (z. B. Regression)
  • Testverfahren (z. B. Komogorov-Sminov Test)

OO-Modellierung in GIS (V+Ü)

In dieser Veranstaltung werden die weiterführenden Konzepte in GIS vorgestellt. Es geht dabei insbesondere um die Themen

  • Clean Code
  • Durchführung von umfangreichen Softwareprojekten (z. B. Scrum, Kanban)
  • Anbahnung von Projekten im GIS-Umfeld (z. B. Pflichtenheft)
  • Entwurfsmuster
  • Versionenverwaltung (mit Betonung auf git)
  • Anwendung von Softwaremetriken der unterschiedlichsten Art
  • Automatische Software-Tests

Die Themenübersicht lässt erkennen, dass es dabei sowohl um Aspekte des Softwarengineerings als auch um die Durchführung von Projekten aus dem GIS-Umfeld geht. Begleitend zur Vorlesung werden Übungen durchgeführt. Insbesondere wird in jedem Kurs ein komplexes Softwarevorhaben zur geodätischen Koordinatentransformation fortentwickelt, dessen Ergebnisse in github der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Geschichte der Geodäsie und des Deutschen Vermessungswesens (V+Ü)

Diese Veranstaltung soll einen Überblick über die historische Entwicklung der Geodäsie geben. Dabei werden alle Teilgebiete berücksichtigt. Behandelt werden

  • Die Entstehung der Vermessung im Altertum
  • Die Entwicklung der Gerätetechnik bis in die jüngere Vergangenheit
  • Der Beitrag des Vermessungswesens an herausragenden historischen Ingenieurprojekten
  • Die Entwicklung der Kartographie und die Bedeutung der Vermessung als deren Grundlage
  • Geodäsie und Weltbild
  • Historische Fragestellungen zur Navigation
  • Entwicklung und Organisation der Vermessung
  • Vom freien Beruf bis zum DVW: Die Standesvertretungen

Parallel zur Vorlesung finden Übungen statt, die im Wesentlichen von den Studierenden gestaltet wird. Die jährlich wechelnden Themen werden zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben. Die Studierenden haben dann die Gelegenheit, sich eines der Themen auszuwählen.

Kartenprojektionslehre (V+Ü)

Die Kartenprojektionslehre (auch Kartennetzentwurslehre genannt) befasst sich mit der Abbildung der Erdoberläche in die Ebene. Dabei stehen die mathematischen Zusammenhänge im Vordergrund. Die gestalterischen Gesichtspunkte sind demgegenüber Gegenstand der Kartografie.

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Funktionen

  • Mitglied im Konvent des KIT
  • Mitglied in der Senatskommission für Prüfungsordnungen, Auswahl und Zulassungen (POAZ)
  • Bibliotheksbeauftragter des Geodätischen Instituts
  • Zuständig für das Museum des Geodätischen Instituts
  • Stellvertretender IT-Beauftragter des Instituts
  • Zuständig für die Zulassungen im Masterstudiengang GuG
  • Webbeauftragter des Teilinstituts Geoinformatik

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Publikationen