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DVW-GNSS 2017

 

 

GNSS 2017 – Kompetenz für die Zukunft

 

 

 

das 157. DVW-Seminar wurde am 21.-22. Februar 2017 vom DVW-Arbeitskreis 3 "Messmethoden und Systeme" am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam ausgerichtet. Der DVW e.V. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement wirkte somit bei der fachlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung mit. 

 

Leitung: Prof. Dr. Volker Schwieger (Universität Stuttgart, Leiter DVW-Arbeitskreis 3) und Prof. Dr. Harald Schuh (Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ)

Veranstalter: DVW-Arbeitskreis 3 "Messmethoden und Systeme"

Mitveranstalter: KIT – Karlsruher Institut für Technologie, DLR – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR e.V und DVW-Landesverein Berlin-Brandenburg

Organisation: Dr. Michael Mayer (Mitglied Arbeitskreis 3, KIT), Dr. Alexander Born (Mitglied Arbeitskreis 3,
DLR) und Dipl.-Ing. Bernd Sorge (LV-DVW Berlin-Brandenburg)

 

Tagungsort: Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Telegrafenberg, Potsdam, Haus H (link)

 

Seminarinhalte:

Globale Satellitennavigationssysteme (GNSS) werden bei der Erfassung von Geodaten in der Geodäsie und ihren Nachbardisziplinen standardmäßig genutzt. Dabei decken sie eine große Bandbreite von erzielbaren Genauigkeiten (m … sub‑mm) ab. Dabei liegt ein Fokus von GNSS-Anwendungen zudem auf der Echtzeitfähigkeit und in der kombinierten Nutzung in Multisensorsystemen.

Diese Entwicklung ist u. a. darin begründet, dass mit GPS und GLONASS etablierte GNSS zur Verfügung stehen, die zudem kontinuierlich modernisiert werden. Zukunftssicherheit wird durch die im Aufbau befindlichen Galileo und Beidou gewährleistet. Weiterhin werden Auswertekonzepte und Dienstangebote stetig und innovativ weiterentwickelt.

Das aktuelle GNSS-Seminar will GNSS-Nutzer für die Zukunft vorbereiten. Dazu wird ein aktueller GNSS-Überblick (z. B. Galileo, Bestimmung von Gebrauchshöhen, Monitoring des Systems Erde) gegeben. Ein besonderer Fokus des Seminars wird auf die Positionierungstechnik PPP gelegt; hierzu werden Grundlagen vermittelt und nationale und internationale Trends der Echtzeitpositionierung präsentiert. Weitere Beiträge thematisieren Sicherheits- (z. B. Jamming, Spoofing) und Zuverlässigkeitsfragen (z. B. Mehrwegeeffekte) sowie Anwendungen (z. B. Hydrographie) und Hardwareaspekte (z. B. low-cost-Empfänger, OEM-Boards, Antennen).

 


Zielgruppe:

Dieses Seminar richtet sich insbesondere an Kolleg*innen aus Praxis und Forschung der Fachdisziplin Geodäsie sowie an Interessenten aus Nachbardisziplinen. Sie sind herzlich eingeladen, im Rahmen dieses Seminars praxisnahe Einblicke in das weiterhin hochaktuelle und spannende geodätische Teilgebiet »Globale Satellitennavigationssysteme« zu erhalten und sich mit Kolleg*innen aus Forschung und Praxis auszutauschen.

 

Berufliche Weiterbildung:

Das Seminar wird als Fortbildungsveranstaltung zur beruflichen Weiterbildung bei der Ingenieurkammer NRW anerkannt.

 


Programm Dienstag, 21.02.2017:

12:30: Grußworte

  • Prof. Dr. Volker Schwieger, Universität Stuttgart
  • Prof. Dr. Harald Schuh, Deutsches Geo Forschungs Zentrum GFZ
  • Bernd Sorge, Vorsitzender DVW-Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

Session 1 – Grundlagen (Moderation: Prof. Dr. Volker Schwieger, Universität Stuttgart)

12:45: Univ.-Prof. Dr. Urs Hugentobler (Technische Universität München): Globale Satellitennavigationssysteme – Status und Ausblick

13:15: Dr. Gunter Liebsch (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie): Zur Zukunft der Bestimmung physikalischer Höhen

13:45: Prof. Dr. Harald Schuh (Deutsches Geo Forschungs Zentrum GFZ): Der Beitrag von GNSS zum Monitoring des Systems Erde

14:15: Kurzpräsentation Abschlussarbeiten

Kaffeepause, Posterpräsentation von Abschlussarbeiten

Session 2 – Anwendungsaspekte (Moderation: Dr. Alexander Born, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR e.V.)

15:00: Klaus Fritzensmeier (Leica Geosystems GmbH Vertrieb) und DIN NA 005-03-04 AA: Zum Status einer DIN-Norm zu GNSS-Feldprüfverfahren

15:30: Dr. Barbara Görres (Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr): Die GNSS-Empfangsantenne und ihre Wechselbeziehung mit der Stationsumgebung

16:00: Dr. Achim Hornbostel (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR e.V.): Bedrohung von GNSS durch Jamming und Spoofing

16:30: Michael Hoppe (Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes): GNSS-Anwendungen in der Schifffahrt

Abendveranstaltung (Essen im Tagungsbeitrag enthalten)

 

Programm Mittwoch, 22.02.2017:

Session 3 – Auswertetechnik und Dienste (Moderation: Dr. Michael Mayer, Karlsruher Institut für Technologie)

08:30: Dr. Wolfgang Söhne (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie): Zum Status von Precise Point Positioning (PPP)

09:00: Dr. Erik Schönemann (ESA/ESOC) und Dr. Loukis Agrotis (Symban Ltd.): Der Real-Time Service (RTS) des International GNSS Service (IGS)

09:30: Dr. Cord-Hinrich Jahn (SAPOS® – Zentrale Stelle) und Arbeitskreis Raumbezug der AdV: Quo vadis SAPOS®? – Zukünftige Entwicklungen des Positionierungsdienstes der Landesvermessung

10:00: Jürgen Alberding (Alberding GmbH): Trends der Dienst-basierten GNSS-Positionsbestimmung – Fokus: Private Anbieter

Kaffeepause

Session 4 – Einblicke in Praxis, Wissenschaft und Zukunftstrends (Moderation: Dr. Barbara Görres, Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr)

11:00: Michael Schulz und Jürgen Rüffer (ALLSAT GmbH): Was ist der Mehrwert von Multi-GNSS in der Praxis?

11:30: Uwe Ehrhorn, Rüdiger Dierks und Henning Anhalt (ehrhorn vermessung): GNSS im Tagesgeschäft von Ingenieurbüros

12:00: Dr. Christian Eling, Dr. Lasse Klingbeil und Prof. Dr. Heiner Kuhlmann (Universität Bonn): Von Low-Cost bis High-End: Anwendungspotenzial von OEM-GNSS-Boards

12:30: Prof. Dr. Jens Wickert (Deutsches Geo Forschungs Zentrum GFZ): Fernerkundung der Erdoberfläche mit Navigationssatelliten: GNSS-Reflektometrie

Abschluss und Evaluation

 

Flyer zum Seminar

 

Anmeldung zum Seminar