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Mitarbeiterbild von Martin Breunig
Prof. Dr. rer. nat. Martin Breunig
Lehrstuhl Geoinformatik
+49 (0)721 608 42302
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Paul Vincent Kuper
Dr.-Ing. Paul Vincent Kuper
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Geodatenerfassung mit Geodroid

Die zeitnahe mobile Erfassung von Geodaten spielt in vielen professionellen Anwendungsbereichen eine immer größere Rolle. Das mobile Geoinformationssystem "Geodroid" ermöglicht nun die Erfassung von hochaktuellen Geodaten in beliebigen Anwendungsfeldern.
Geodroid Teaser

Bei Geodroid handelt es sich um einen mobilen GIS-Klienten für Android-Tablets zur Erfassung von Geodaten im Feld, mit der Möglichkeit des sofortigen (online) Datenabgleichs mit einem zentralen Geodaten-Server.

Bei der Erfassung von Geodaten per Geodroid werden die internationalen Standards des Geodaten-Managements der ISO/OGC eingehalten, insbesondere die Normierung Web Feature Service (WFS) und der Transaktionale Web Feature Service (WFS-T). Besonderes Merkmal der Erfassung per Geodroid ist, dass sich mit Hilfe von WFS ein Geodatenschema von einem Geodaten-Server auf das mobile Gerät flexibel übertragen lässt, sodass sich die Kompatibilität der erfassten Geodaten zum zentralen Schema (und damit eine Validität/Sauberkeit der Daten) sicherstellen lässt.

Die Geodaten können per GPS oder durch Zeichnen auf dem Tablet-Display in Form von Punkten, Linien oder Polygonen geometrisch erfasst und mit Attributwerten, entsprechend dem synchronisierten Feature-Schema, versehen werden. Anschließend werden die Daten zunächst lokal auf dem mobilen Gerät zwischengespeichert, lassen sich jedoch jederzeit per Luftschnittstelle (WLAN/Mobilfunknetz) auf den Geodaten-Server überspielen, sodass diese sofort (in Echtzeit) von einem Operator im Büro/in der Zentrale weiter verarbeitet werden können. Durch Verwendung moderner Technologien wird auf diese Weise ein besonders agiles Asset Management ermöglicht.

Geodroid kann überall dort eingesetzt werden, wo Geodaten mobil erfasst werden müssen. Insbesondere ist ein Einsatz in Ämtern, die mit der amtlich vorgeschriebenen Erfassung von Geodaten befasst sind, möglich. Gerade Ämter werden durch neuere Europäische Gesetzgebung (INSPIRE-Prozess) dazu angehalten, ihre Geodaten durch Beachtung der o.g. Standards zugänglich vorzuhalten, um einem sog. Vendor Lock-In vorzubeugen. Des Weiteren sind durch den beschleunigten Erfassungsworkflow von Geodroid reelle Kosteneinsparungen und eine Verbesserung der Dienstqualität zu erwarten.

Die Entwicklung der Anwendung wird vom Lehrstuhl Geoinformatik (Prof. Breunig) des Geodätischen Instituts (GIK) betreut. Geplant ist, die Software auch als Schulungsplattform für Softwareentwicklung und Geodatenerfassung in der Lehre einzusetzen und diese im Umfeld der Lehre in kleineren und größeren Studentenprojekten weiterzuentwickeln. Ein erster Schritt ist bereits getan, sodass nun eine Basisversion im Umfang der Abschlussarbeit des GuG-Studenten Karsten Deininger entwickelt wurde und für Prototyp-Tests zur Verfügung steht.

Falls Sie in Ihrer/m Organisation/Unternehmen bereits zu einem frühen Zeitpunkt Einblick in die Funktionsweise der Software erhalten und an der Testphase Teil nehmen möchten, senden Sie bitte eine Anfrage an einen der zuständigen Wissenschaftlichen Mitarbeiter (siehe Infoboxen rechts oben).

 

Screenshot Geodroid

Screenshot Geodroid (auf einem Android-Tablet): mobile Erfassung von Punktgeometrien