Orbitfehler in der SAR-Interferometrie

Motivation

Sollen mit der SAR-Interferometrie (InSAR) Deformationsfelder großflächiger Ausdehnung erfaßt werden, müssen auch langwellige Fehlereinflüsse modelliert und korrigiert werden. Dazu zählen insbesondere Fehler in den Satellitenorbits, die sich in Form eines weitgehend linearen Fehlersignals auf das Interferogramm auswirken.

Beispiel für ein SAR-Interferogramm der nieder­län­dischen Provinz Südholland von einer ERS-Tandem­mission. Links: mit Orbit­fehler, rechts: nach Orbit­korrektur.

Aktuelle Arbeiten

  • Qualitative und quantitave Beschreibung der exakten Zusammenhänge zwischen geometrischen Fehlern in den Satellitenorbits und Fehlersignalen im Interferogramm.
  • Schätzung von Orbitfehlern aus dem interferometrischen Fehlersignal in einem Netzwerk redundanter Linearkombinationen von Interferogrammen.
  • Untersuchung des Einflusses systematischer Basislinienfehler aufgrund von Relativbewegungen des Bezugssystems.

Kooperation

Die Untersuchungen von Orbitfehlern erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Geowissenschaften und Fernerkundung der TU Delft, Niederlande.

Literatur

Bähr H, RF Hanssen (2012): Reliable estimation of orbit errors in spaceborne SAR interferometry – The network approach. Journal of Geodesy 86 (12), 1147-1164, DOI 10.1007/s00190-012-0571-6. (Download-Seiten: springerlink [für Abonnenten], EVA STAR [Autorenversion])

Bähr H, S Samiei-Esfahany, RF Hanssen (2012): On the Effect of Reference Frame Motion on InSAR Deformation Estimates. In: L Ouwehand (Hrsg.): Proceedings of ’Fringe 2011’, 19.-23. Sep. 2011, Frascati, Italien, ESA SP-697. (zur Download-Seite)