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Fortsetzung der Vermessungsarbeiten zum Bau einer Schule in Norduganda

GIK unterstützt die Naume-Kinderstiftung

Dank des wiederholten Zurverfügungstellens eines Tachymeters durch das Geodätische Institut (GIK) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) konnte Jörg Göttlicher (IPS, KIT) die Vermessungsarbeiten auf dem Schulgrundstück der Naume-Kinderstiftung in Norduganda während zweier Aufenthalte im November 2018 und Februar 2019 fortsetzen. Bei den Vermessungsarbeiten auf dem Schulgelände wurde Jörg Göttlicher durch einen einheimischen Studenten der Elektrotechnik und Volontäre aus Deutschland unterstützt.

Nachdem im Februar/März 2018 die Schwerpunkte auf der Re-Orientierung im früheren Tachymeter-Koordinatensystem und dem Erstellen von Bezugspunkten für das Grundstück lagen, wurden im November 2018 Bereiche zur Einebnung für den Bau von vier Klassenraumkomplexen und für die Kantine der Schule festgelegt.

Während des Aufenthaltes im November 2018 gelang es einen der wenigen großen Bagger in Gulu für ein paar Tage zu mieten, um die Einebnungsarbeiten für den ersten Klassenraumkomplex zu beginnen (Abb. 1). Parallel dazu errichtete die unter Vertrag genommen Baufirma ihre Bauhütte. Nach dem Einebnen wurden die Fundamentpositionen abgesteckt (Abb. 2) damit die Bauarbeiten unverzüglich beginnen konnten (Abb. 3). Während der Bagger die Flächen auch für die angrenzenden beiden Klassenraumkomplexe begradigte, wurde der Bereich für die Kantine mit Hilfe des Tachymeters im Gelände markiert. Dazu mußte zunächst meterhohes Gras entfernt werden (Abb. 4a,b). Bei dem ringförmigen Kantinen-Komplex liegen die einzelnen Gebäude wegen der Geländeneigung auf unterschiedlichen Ebenen, was bereits eine detaillierte Vorabsteckung erforderte, um die Begrenzungen der Flächenabschnitte einzuhalten. Anschließend wurde die Lage des Kindergartenkomplexes vorabgesteckt.

Im Februar 2019 konnten dann die Fundamentpositionen der Kantine festgelegt werden (Abb. 5). Anschließend wurde die Lage des Sportfeldes bestimmt. Wegen der Hangneigung sind auch hier umfangreiche Erdbewegungen erforderlich. Während dieser Kampagne wurden Erdarbeiten durchgeführt, um die Flächen der letzten drei Klassenraumkomplexe und zweier Administrationsgebäude für die Geländebegradigung vorzubereiten. Dazu verlagerten sich die Vermessungsarbeiten mehr und mehr gen Norden auf dem Schulgelände (Abb. 6). Hier war die Dichte der Bezugspunkte noch gering und es wurden weitere Punkte eingemessen.

Für die Zukunft sind vermessungstechnische und bauliche Arbeiten für die Häuser mit den Schlafsälen für die Schüler und für die Lehrerunterkünfte sowie für das Verwaltungsgebäude und die Gebäude mit den sanitären Anlagen geplant.

Die Naume-Kinderstiftung dankt dem GIK und seinen Mitarbeitern ganz herzlich für die bisherige Kooperation und freut sich sehr darauf, für die bevorstehenden Arbeiten weiter auf die fachliche Unterstützung und das Zurverfügungstellen von Ausrüstung für die Vermessungsarbeiten zählen zu dürfen.

Abb. 1: Einebnen des Bereichs für den ersten Klassenraumkomplex

Abb. 2: Direkt nach der Einebnung für den ersten Klassenraumkomplex wurden die Fundamentpositionen abgesteckt damit die Bauarbeiten zügig beginnen konnten

 

Abb. 3: Nach dem Abstecken begannen die Aushubarbeiten für das Fundament des ersten Klassenraumkomplexes

Abb. 4a: Roden des Grasbewuchses für die Vermessungs­arbeiten für den Kantinenbau.

 

Abb. 4b: Markierung des Baugrunds für die Kantine.

Abb. 5: Abstecken der endgültigen Fundament­positionen für den Bau der Kantine

 

Abb. 6: Verlagerung der Vermessungs­arbeiten gen Norden auf dem Schulgrund­stück. Einmessung weiterer Bezugspunkte